Psychiatrische Diagnosen personzentriert verstehen
Detaillierte Beschreibung
Psychiatrische Diagnosen begegnen Ausbildungskandidat*innen bereits während ihres verpflichtenden Praktikums im psychotherapeutischen Propädeutikum. Patient*innen und Klient*innen bringen Diagnosen mit, Symptome werfen diagnostische Fragen auf und nicht immer ist auf den ersten Blick
klar, wie das Beobachtete und Erlebte einzuordnen ist.
In dieser Supervision nehmen wir Fallbeispiele und konkrete Situationen aus dem Praktikum der Teilnehmer*innen zum Ausgangspunkt, um psychiatrische Störungsbilder, diagnostische Kriterien und differentialdiagnostische Überlegungen gemeinsam zu erarbeiten und zu reflektieren. Dabei beziehen wir die Klassifikationssysteme ICD-10 und ICD-11 ein und üben, diagnostische Zusammenhänge fachlich fundiert zu erkennen und zu beschreiben.
Gleichzeitig betrachten wir Diagnostik konsequent aus einer personzentrierten Perspektive: Wie können wir diagnostisch denken, ohne einen Menschen auf seine Diagnose zu reduzieren? Wie lässt sich das Wissen um psychiatrische Kategorien mit einem verstehenden Zugang zur individuellen
Person und ihrem Erleben verbinden?
Die Supervision bietet Raum, eigene Beobachtungen, Fragen und Unsicherheiten aus dem Praktikum einzubringen und gemeinsam zu reflektieren – als Vorbereitung auf eine psychotherapeutische Tätigkeit, in der das eigenständige Stellen von Diagnosen zur professionellen Verantwortung gehört.
Umfang: 5 Arbeitseinheiten
Kosten: € 120,– pro Person
Teilnehmer*innenzahl: maximal 10 Personen
Veranstaltungsort
Person im Zentrum
D’Orsaygasse 3–5/1/17, Dachgeschoss
1090 Wien
Veranstalterin und Supervisorin
Dr.in Pia Wegleitner-Ceppel | Psychotherapeutin (personzentrierte Psychotherapie), Psychologin
Anmeldung
personimzentrum@icloud.com